Abseits der normalen Pfade...

Natürlich muss man sich keineswegs dem immer stärker um sich greifenden Optimierungszwang unterwerfen, schon gar nicht beim Wandern. Schließlich ist diese spezielle Art des Naturaufenthalt an und für sich ja schon eine ziemlich tolle und erholsame Angelegenheit, gerade wenn sich unsere schöne Region in ein magisches Winterwunderland verwandelt. Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten und Ideen, um dem eigenen Wandererlebnis vielleicht noch ein bisschen mehr Mehrwert zu verpassen.

 

Ein Winterland für ein Lama
Lamas und Alpakas leben für gewöhnlich in den südamerikanischen Anden, deshalb liegt der Gedanke nicht unbedingt nah, einfach mal mit einem Lama an der Leine durch die oberbayerische Landschaft zu stapfen. Doch trotzdem bietet sich in nächster Nähe die Möglichkeit, mit diesen friedfertigen Tieren auf Wanderschaft zu gehen. Die „Mangfall Lamas“ in Valley bieten verschiedene geführte Touren zu allen Jahreszeiten an. Gestartet wird je nach Wunsch entweder von Kleinhöhenrain, Brannenburg, Grub oder Eichtling aus. Durch die motivierende Begleitung des tierischen Gefährten können viele Leute Strecken bewältigen, an denen sie im Alleingang wahrscheinlich scheitern würden. Die bayerischen Lamas sind übrigens feine Kerle und spucken ihre Wandergefährten nicht an.
Infos unter:
www.mangfall-lamas.de

Ein Herz für Tiere
Helfen und Geben sollten eigentlich Grundkonstanten des alltäglichen Miteinanders darstellen, trotzdem legt man den Fokus gerade in der Vorweihnachtszeit verstärkt auf diejenigen, die nicht ganz so viel Glück im Leben haben. Auch Tiere können davon betroffen sein, nicht wenige Katzen, Hunde oder Nager landen nach einem kurzen „Hurra“ unter dem Christbaum letzten Endes im Tierheim, weil den Besitzern das Ausmaß der Verantwortung vorher nicht klar war. Auch wenn natürlich nicht jeder einen solchen plüschigen Pechvogel bei sich aufnehmen kann, so kann man sich doch regelmäßig eine Leine schnappen, ins nächste Tierheim fahren und mit einem der dortigen Hunde ausgiebig spazieren gehen. Gerade regelmäßige Spazier-Allianzen sind gern gesehen, die Tierheime in Traunstein, Ostermünchen, Waldkraiburg oder Wörgl beispielsweise bieten diese „Gassi Aktionen“ an.
Infos unter
www.tierheim-waldkraiburg.de
www.tierheim-traunstein.de
www.tierheim-ostermuenchen.de
www.tierschutzverein-tirol.at

Auf Yetis Spuren
Für Winterwanderungen durch tieferen Schnee empfiehlt sich das Ausprobieren von sogenannten Schneeschuhen. Durch deren breite Sohlen verlagert sich das Gewicht des Schuhträgers auf eine größere Fläche, was dazu führt, dass man weniger im Schnee versinkt und so viel leichter bergauf, bergab oder geradeaus kommt. Weitere Vorteile: Schneeschuhwanderungen kann man abseits von Loipen und Pisten machen, wodurch sich einem viele freie Gestaltungsmöglichkeiten jenseits des Massentourismus bieten. Dazu ist das Vorankommen mit dem besonderen Schuhwerk relativ intuitiv und nach kurzer Eingewöhnungsphase erlernbar. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, kann an vielen Orten in der Region Schneeschuhe ausleihen und/oder anfangs geführte Probewanderungen gehen.
Infos unter:
www.schneeschuhwandern-lenggries.de
www.chiemsee-alpenland.de

 

-- Foto: unsplash.com/Olga Kravchuk --