Beni Hafner alias „Da Oimara“ über kleine und große Erfolge

Wie kommt man zum Heimatsoundfestival?

Eigentlich habe ich da auf Anraten eines Gastes bei uns auf der Alm einfach mal mein Lied hingeschickt und mich beworben, worauf ich dann unerwarteterweise im Finale stand.

 

Was ist Heimat für dich?

Der Tegernsee, also der Lago di Bonzo ist Heimat für mich, weil man als Musiker und Koch nicht mehr braucht, als gutes Essen, alpine Seeluft, Biersommeliers und die heimatlich verinnerlichte Samstag-Nacht-Tour, nach der man dann mit Steckerlfisch und Lederhose in den See hüpft, weil man sich auf dem Waldfest kein Wasser leisten wollte.

 

Du singst auf Bairisch, weil …

…die Sprache per se schon eine schöne Melodie mit sich bringt und, wie jede andere Sprache auch, von Haus aus schon eine gewisse Musik „vorschlägt“. Für mich ist Bairisch eine ehrliche, auch bluesige Sprache, da sie eh schon ohne Blatt vor dem Mund gesprochen wird.

 

Wolltest du immer schon Musiker werden?

Ich hatte immer diesen Kindheitstraum im Hinterkopf, wie es wäre, auf der Bühne zu stehen und hauptsächlich Musik zu machen. Geplant habe ich es aber nie, wohl eher plötzlich entschieden und einfach gemacht. Eigentlich bin ich ja gelernter Koch und habe das auch neun Jahre lang gemacht, bevor mein Hobby und mein Beruf die Seiten wechselten.

 

Es heißt, du kannst keine Noten lesen, komponierst aber Songs. Wie geht das?

Ich habe einfach angefangen, mir Musik rauszuhören oder mir Musik vorgestellt und dann versucht, sie auf der Gitarre zu spielen. Noten machen Musik sichtbar, aber man braucht sie nicht, um Musik zu hören.


Woher nimmt du die Ideen für deine Texte?

Aus allem Möglichen. Aus erlebten Geschichten, aus Träumen und Irrwitz, aus Schmerz, Liebe, manchmal aus Wut, Wunschvorstellungen und oft auch aus meiner Vorliebe für Parodie.

 

Du spielst eine Mischung aus Blues, Rock und Songwriter-Sound. Wer sind deine Vorbilder?

Mir fallen sofort Jimi Hendrix, John Mayer und Tommy Emmanuel ein, aber auch Text-Meister wie Fredl Fesl. Zudem bin ich auch ein riesiger Helge Schneider Fan. Ich liebe Improvisation und das Gespür für den Moment.

 

Und was sind deine nächsten Ziele?

Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht genau. Da ich ja eigentlich ein ziemlicher Frischling im „Musikbusiness“ bin, lasse ich mich gerade erst mal treiben und spiele einfach an allen möglichen Orten. Irgendwo zeigt sich dann vielleicht von selbst der beste Weg. Auf jeden Fall wird mehr mit Band passieren und die Konzerte werden öfter, größer und spannender.

 

Der perfekte Sommertag: Wie sieht der für dich aus?

Auf jeden Fall nicht zu perfekt, sonst wird er langweilig und nicht erinnernswert. Irgendwas unerwartet Verrücktes muss schon passieren. Ohne die richtigen Leute geht natürlich gar nix.