Eislaufen in der Region

Wenn im Winter die Temperaturen endlich in den Keller fallen, dann darf man sich freuen wie ein kleines Kind. Denn je eher das Thermometer unter 0 Grad anzeigt, desto schneller geben die Teiche, Seen und Eishallen der Region die Fahrt frei für elegant gleitende Kufen. Eislaufen macht mächtig viel Spaß und ist dabei auch noch sehr gesund: Wer gerne ein paar Runden auf dem Eis dreht, tut seinem Körper mit einen moderaten Herz-Kreislauf-Training etwas Gutes, schont die Gelenke und verbessert darüber hinaus seine Koordinationsfähigkeit und den Gleichgewichtssinn. In Schlittschuhen schlägt man sozusagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Doch bevor es richtig losgeht, sollte man einige Faktoren beachten.

Dünnes Eis
Wer gerne in der Natur Schlittschuhlaufen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dies nur auf extra dafür ausgewiesenen Teichen oder Seen zu tun. Als Laie kann man die Beschaffenheit des Eis nur schwer einschätzen und riskiert im schlimmsten Fall einen gefährlichen Einbruch. Am sichersten ist es, in den vielen verschiedenen Eishallen der Region zu laufen. Diese gibt es in Rosenheim, Bad Aibling, Waldkraiburg, Bad Tölz, Mühldorf am Inn, Ruhpolding, Trostberg und Inzell. Dort kann man außerdem spaßige Angebote nutzen wie beispielsweise eine „Eis-Disco“ mit Musik und Lichtshow.
Infos unter
www.chiemsee-alpenland.de
www.chiemsee-chiemgau.info

Passende Kufen
Egal ob man seine Schlittschuhe ausleiht oder selbst kauft: Am besten ist es immer, sich vom Profi beraten zu lassen, der kann die genaue Passform und das richtige Modell bestimmen. Oberste Priorität hat neben der richtigen Größe vor allem der Schaft. Selbiger sollte unbedingt robust und nicht ausgeleiert sein, um die Knöchel beim Laufen zu stabilisieren und zu schützen. Die Kufen neuer Schlittschuhe sind außerdem schärfer als die von Gebrauchten und gleiten somit schneller, was man beim Loslegen einkalkulieren sollte.

„Zwiebellook"
Wie immer bei sportlichen Aktivitäten im Winter eignet sich auch hier das sogenannte Zwiebelsystem am besten. Man sollte immer mehrere Lagen wärmender und bequemer Klamotten tragen, die man dann je nach Temperatur einzeln aus- und anziehen kann. Idealerweise trägt man außerdem dicke Wander- oder Sportsocken, damit man es in den Schuhen bequem hat. Auch wenn einem beim Eislaufen schnell warm wird, sollte man die kalten Temperaturen nicht unterschätzen, sonst droht Unterkühlungsgefahr.

Textiler Schutzpatron
Ein Muss beim Eislaufen sind feste Handschuhe und eine Mütze. Außerdem empfiehlt sich für alle, vor allem aber für Kinder und Anfänger, das Tragen eines Helms und von Knie- und Ellbogenschonern. Wenn man noch etwas unsicher auf den Kufen steht, sollte man vorerst am Rand in der Nähe der Banden der Eisbahn üben.

Für alle Fälle
Trotz allen Spaßes ist die Partie auf dem Eis eine rutschige Angelegenheit. Da braucht es gar keinen dreifachen Axel, um hinzufallen. Manchmal reicht auch beim Profi schon eine kleine Unaufmerksamkeit oder ein zu abruptes Stoppen für einen Sturz. Dann sollte man idealerweise versuchen, sich auf die Seite fallen zu lassen, den Kopf möglichst stabil zu halten und sich mit den Händen abzufangen.

 

-- Foto: www.unsplash.com/kelli_mcclintock --