Hellfield Conspiracy: Gedresche für den Landfrieden

Bereits zum 5. Mal wurde der Oberbayerische Kunstförderpreis SeelenART verliehen. Im Mittelpunkt der Preisverleihung im Garten des Kleinen Theaters Haar standen die sehr unterschiedlichen Kunstwerke – von der Installation bis zur feinen Bleistiftzeichnung –  und ihre Erschaffer. Erstmalig wurde auch ein Sonderpreis für Textilkunst ausgelobt. Die Macher wollten damit den Preis um ein weiteres Element bereichern. Die meisten Punkte der 8-köpfigen Jury konnte in dieser Kategorie Jerome Rußmann einheimsen. Mit seinen Werken „Spinne“, „Matroski, relativ matt“ und „Matroski“ überzeugte er die Experter aus Wien, Berlin, Heidelberg und München.

Begeistern konnten auch Susanne Weyand und Peter Alexander Kott, die gemeinsam die höchste Punktzahl der Ausschreibungsphase 2019/2020 erringen konnten. Susanne Weyand zeigte ihre raumfüllende Installation „Im Kreuzverhör“. Daneben wirkten Kotts Räume aus Holz und Papier gerade zu fragil. Sein „Jugendzimmer in Wessling“ und der „Lebensmittelladen in Wessling“ zeigen seine Erinnerungen an die Kindheit am Ammersee. In einem Format von gerade einmal 15x26x18 cm sparte der Künstler dabei an keinem Detail.Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom A-Capella-Sextett „Nice Try“, für die es nach 6-monatiger coronabedingter Pause der erste Auftritt war.

Das kbo-Sozialpsychiatrische Zentrum schreibt diesen Preis seit 2010 im zweijährigen Rhythmus aus. Unterstützt wird der Kunstpreis von der Gruber-Stiftung, der Franz-Gläsner-Stiftung, dem Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung und vom kbo-Kommunalunternehmen.


Fotos: Janina Kufner