Über Lieblingsmenschen und Vorbilder

Mit ihrem Song „Lieblingsmensch“ landete Namika 2015 einen Mega-Hit. Sie ist eine von bisher nur drei weiblichen deutschen Hip-Hop-Acts, denen es gelang, Platz eins der deutschen Singles-Charts zu erreichen. 2018 erschien ihr 2. Album „Que Walou“, in dem sie viele Momente ihrer Biografie verarbeitet. Am 18. Juli macht sie auf ihrer „Que Walou Tour 2019“ Station auf dem Rosenheimer Sommerfestival. Davor hat sie uns drei Fragen beantwortet.

 

„Lieblingsmensch“ brachte deinen Durchbruch. Der Song war zehn Monate lang in den deutschen Singlecharts und wurde bisher 87 Millionen Mal auf YouTube angeklickt. Wer ist dein Lieblingsmensch?

Ich habe viele Menschen, die mir lieb und vertraut sind. In dem Song habe ich die besten Eigenschaften von all diesen Menschen gesammelt und auf eine Person verdichtet.

 

Deine Großeltern mütterlicherseits stammen aus Marokko, du bist in Frankfurt geboren und aufgewachsen. Was an dir ist typisch deutsch?
Auf jeden Fall habe ich all die Eigenschaften, für die Deutschland in der Welt bekannt ist, wie Pünktlichkeit und Fleiß. Aber mein „Deutschsein“ geht tiefer, das spüre ich, wenn ich in Ländern bin, in denen der Lebensstandard niedriger und Demokratie nicht selbstverständlich ist. Ich bin es gewohnt, dass ich meine Meinung sagen und so leben darf, wie ich es für richtig halte. Diese Selbstverständlichkeit empfinde ich als „typisch deutsch“.

 

Viele Mädchen und junge Frauen sehen in dir ein Vorbild. Was können sich junge Menschen bei dir abschauen, was willst du ihnen vermitteln?
Eigentlich will ich gar kein Vorbild sein, ich bin Künstlerin – sonst nichts. Aber wenn mich jemand als sein Vorbild betrachtet, fühle ich mich geehrt. Was ich jungen Menschen mit auf den Weg geben möchte, weil ich es eben selbst erlebt habe, ist eigentlich nur eine Sache: Wenn du einen Traum hast, wenn es etwas gibt, was du wirklich liebst, dann fokussiere dein Ziel und gehe diesen Weg so lange, bis du angekommen bist. Die Verhältnisse, aus denen du kommst, müssen kein Hindernis sein, etwas aus dir zu machen. Du kannst es schaffen, ganz egal wie schwierig deine Ausgangsbedingungen sind.

 

Ein umfangreiches Interview findet ihr in der aktuellen ROSENHEIMERIN und CHIEMGAUERIN.

 

Fotos: David Daub