Nachgefragt bei den Erfindern von reCup

Der Rosenheimer Florian Pachaly und der Münchner Fabian Eckert gründeten genau vor einem Jahr reCup, ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go. Im März gewannen sie den 1. Preis beim Rosenheimer Gründerpreis und erhielten zudem den Sonderpreis für Innovation und Nachhaltigkeit.

 

Ein Jahr reCup: Grund zum Feiern?

Auf jeden Fall. Wir hätten nie gedacht, dass unsere Idee so einschlägt und das Thema derart aktuell ist. Es gibt viele, die daran mitwirken wollen, dass Tag für Tag nicht so viele beschichtete und damit nicht recycelbare Pappbecher im Müll landen.

 

Gestartet seid ihr im November 2016 in Rosenheim. Wie viele Partner beteiligen sich hier an dem nachhaltigen Kaffeebecher-Konzept?

Wir haben 26 Partner, die hier Kaffee in reCup-Bechern ausschenken. Derzeit sind in Rosenheim rund 6.000 Becher im Umlauf.

 

Wie finde ich einen reCup-Partner, bei dem ich mir meinen Kaffee in einem Mehrwegbecher holen kann?

Ganz einfach auf der App, die auf unserer Website unter www.recup.de verfügbar ist. Wir haben jetzt auch einen Aufkleber, den sich unsere Partner an die Tür kleben können und damit auf den ersten Blick als reCup-Ausgabestation erkennbar sind.

 

Konntet ihr auch außerhalb von Rosenheim von eurem Konzept überzeugen?

Zum Glück konnten und können wir das. Derzeit sind wir in fünf deutschen Städten mit rund 350 Ausgabestellen präsent. Allein in München sind wir mit 180 Stellen vertreten, aber auch Berlin, Oldenburg, Wasserburg und sogar Sylt sind mit dabei.

Was sind eure nächsten Pläne?

Anfang Oktober starten wir in Ludwigsburg. Unser Ziel ist es nächstes Jahr reCup als Kaffeebecher-Mehrwegsystem flächendeckend in ganz Deutschland anzubieten.

 

Und was steht auf eurer privaten Agenda?

Auf alle Fälle wollen wir jetzt im Herbst in die Berge zum Mountainbiken und Gleitschirmfliegen. Und falls „Vait“ endlich wieder auftritt, bin ich vor Ort, weil ich ein großer Fan der Bad Aiblinger Band bin, erzählt Floran Pachaly.